#5 Anarchistische Science Fiction mit Peter Seyferth

Shownotes

Hallo ihr Lieben! Diesmal covern wir gleich fünf und eine halbe Utopien in einer Folge. Es geht um Science Fiction mit anarchistischen Ideen, sei es ein kompletter anarchistischer Planet oder anarchistische Strömungen im Wettlauf mit anderen Utopien oder auch Dystopien. Dr. Peter Seyferth hat uns seine fünf liebsten Anarcho-Utopien aus den letzten fünf Jahrzehnten mitgebracht und stellt sie vor (und eine weitere ganz unverhofft). Die Episode ist auch als kleines weihnachtliches Advents-Special gedacht, denn alle fünf bzw. sechs Bücher machen sich auch ausnehmend gut unterm Weihnachtsbaum oder unter gar nichts, wer Weihnachten vielleicht nicht so arg zelebriert. Wir empfehlen allerdings, die Bücher nicht bei Amazon zu bestellen, sondern beim sympathischen Buchladen eures Vertrauens.

Wer noch nicht so recht sattelfest in Theorie und Praxis des Anarchismus ist, dem legen wir die vorangegangene Episode ans Herz, ebenfalls mit Peter. Dort geben wir eine kleine Einführung zum Anarchismus und klären weit verbreitete Vorurteile auf.

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Peter gibt auch in mehreren Youtube-Videos von AcTVism Munich Einblicke in den Anarchismus, zuletzt ging's um Anarchie und Corona: https://www.youtube.com/watch?v=UvlZmzDLDi4

Und das sind die Bücher, die Peter vorstellt:

"The Dispossessed" von Ursula K. Le Guin: Ein Wissenschaftler von einem kargen, anarcho-syndikalistischen Planeten besucht den halb kapitalistisch-aristochratisch, halb kommunistisch-diktatorisch gestalteten Zwillingsplaneten. Eine anarchistische Utopie, die doch viele negative Entwicklungen nicht ausblendet.

"Always Coming Home" von Ursula K. Le Guin: Nur zu einem Fünftel ein Roman, ansonsten Stoff- und Überlieferungssammlung einer anarchistischen Gemeinschaft weit in der Zukunft, mit wenig Industrie, Internet als Lebewesen und gefährlichen Nachbarn.

"The Fifth Sacred Thing" von Starhawk: Eine eher esoterisch angestrichene, anarchistische Utopie, in der ein äußerst interessanter, pazifistischer, wenn auch nicht opferloser Umgang mit einer militärischen Bedrohung von außen geschildert wird.

Die "Mars" Trilogie von Kim Stanley Robinson: Der Mars wird besiedelt und auch Anarchist*innen sind mit an Bord. Auch, wenn es der Mars keine komplett anarchistische Kolonie wird, so gibt es doch Dinge wie eine Tauschwirtschaft. Und jede Menge Revolutionen.

"After the Deluge" von Chris Carlsson: Nach der Apokalypse formen Hillbillys und Gewohnheitskiffer eine anarchistische Hippie-Gesellschaft in San Francisco. Müssen sich allerdings auch mit jugendlichen Anhängern der Reagan-Pinochet-Liberation-Army herumschlagen. Trotzdem ist eine Geschenke- und Lagerhallenwirtschaft etabliert, die wachstumsfreie Gesellschaft lässt an unsere Podcast Episode zu Degrowth/ Postwachstum mit Dr. Barbara Muraca denken. "After the Deluge" gibt es zum Download als PDF, wer hat sollte trotzdem dafür zahlen, was so ein Buch halt kostet.

"Walkaway" von Cory Doctorow: Die Welt nach der 3D-Drucker-Singularität. Ein fortgeschrittener Kapitalismus führt zu Heerscharen von für das Kapital unnützer Menschen, die einfach weglaufen aus den kapitalistischen Zentren in die Peripherie. Die Aussteigergesellschaft besitzt fortgeschrittene Technik und durchlebt eine Anarcho-Kommunistischen Revolution. Alles ist gut, bis der Kapitalismus sich an die Eroberung der eben noch nutzlosen Gebiete mit den eben noch unnützen Leuten, nun Anarchist*innen macht.

Bild von Tom Leishman via Pexels, bearbeitet mit Vaporgram.

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